Technischer Guide

iPhone Akku wechseln: Wann es sich lohnt (2026)

80-%-Schwelle, echte 2026er-Kosten, Parts-Pairing und der klare Entscheidungsrahmen: wechseln oder lieber ein refurbished iPhone.

11 Min. Lesezeit
2.395 Wörter
Aktualisiert: 14.08.2026
196 Aufrufe
Wann solltest du deinen iPhone Akku wechseln – und was kostet das 2026? Dieser Ratgeber zeigt die 80-%-Schwelle, echte Preise für Apple, Werkstatt und DIY, das Parts-Pairing-Problem und einen nüchternen Entscheidungsrahmen: Akkuwechsel oder lieber ein refurbished iPhone.
Das Wichtigste in Kürze:
  • 80-%-Schwelle: Apple empfiehlt den Akkuwechsel, sobald die maximale Kapazität unter 80 % fällt. Das ist bei täglicher Nutzung oft nach 2–3 Jahren der Fall.
  • Kosten 2026: Bei Apple je nach Modell rund 79–135 €, in der freien Werkstatt 40–90 €, als DIY-Kit 20–45 € – aber mit Risiko.
  • Ladezyklen: Neuere iPhones (ab iPhone 15) sind auf 1000 Zyklen bei 80 % ausgelegt, ältere Modelle nur auf 500.
  • Parts-Pairing: Bei nicht von Apple gekoppelten Akkus blendet das iPhone ab Modell 11 den Akkuzustand aus und zeigt eine Warnmeldung.
  • Lohnt der Wechsel bei deinem alten Gerät nicht mehr, ist ein refurbished iPhone als Upgrade oft die klügere Wahl – vorher unbedingt alle Daten sichern.

Dein iPhone hält abends kaum noch bis zum Feierabend, schaltet sich bei 30 % plötzlich aus oder wird beim Laden heiß? Dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Akku am Ende seiner Lebensdauer. Die gute Nachricht: Ein Akkuwechsel kostet einen Bruchteil eines neuen Geräts und kann deinem iPhone zwei bis drei weitere Jahre schenken. Die schlechte: Nicht bei jedem Modell und jedem Preis lohnt sich das noch. Dieser Ratgeber zeigt dir mit echten 2026er-Preisen, klaren Schwellenwerten und einem nüchternen Entscheidungsrahmen, wann du wechseln solltest, was es kostet – und wann ein Upgrade auf ein refurbished iPhone die bessere Rechnung ist.

Woran erkenne ich einen schwachen Akku?

Ein alternder Lithium-Ionen-Akku kündigt sich meist deutlich an. Je mehr der folgenden Zeichen auf dein iPhone zutreffen, desto klarer ist der Fall:

  • Deutlich kürzere Laufzeit: Das iPhone kommt nicht mehr durch den Tag, obwohl sich dein Nutzungsverhalten nicht geändert hat. Ein Akku, der morgens um 9 Uhr voll war und mittags leer ist, ist verdächtig.
  • Plötzliche Abschaltungen: Das Gerät geht bei 20–40 % Restladung aus – besonders bei Kälte. Ein typisches Zeichen für einen erhöhten Innenwiderstand.
  • Gedrosselte Leistung: Apps öffnen langsamer, die Tastatur ruckelt. iOS drosselt bei stark gealterten Akkus bewusst die Spitzenleistung, um Abstürze zu verhindern (das sogenannte Performance-Management).
  • Schnelles Entladen im Standby: Über Nacht verliert das iPhone im Flugzeugmodus mehr als 5–8 %.
  • Warmwerden beim Laden oder ein spürbar langsamerer Ladevorgang.

Wichtig ist die Abgrenzung: Nicht jede kurze Laufzeit liegt am Akku. Ein frisch installiertes iOS-Update indexiert im Hintergrund und zieht ein bis zwei Tage lang mehr Strom, eine fehlerhafte App kann im Dauerlauf hängen, und schlechter Mobilfunkempfang treibt den Verbrauch nach oben, weil das Funkmodul ständig nachregelt. Prüfe deshalb zuerst unter Einstellungen → Batterie, welche Apps in den letzten 24 Stunden und 10 Tagen am meisten verbraucht haben. Erst wenn dort kein Ausreißer auftaucht und die harten Zeichen oben zutreffen, ist der Akku selbst der Schuldige.

Achtung: Wölbt sich das Display oder lässt sich die Rückseite anheben, ist der Akku aufgebläht – ein akutes Sicherheitsrisiko. Lade das Gerät nicht weiter und lies unbedingt, was du bei einem aufgeblähten Handy-Akku tun solltest. Ein geblähter Akku gehört sofort und fachgerecht ausgetauscht.

Akkugesundheit richtig prüfen

Statt zu raten, liest du den echten Zustand direkt aus iOS aus. So geht's:

Akkugesundheit beim iPhone richtig deuten – Skala mit 80 % Servicegrenze
So ordnest du den Batteriezustand ein – ab 80 % empfiehlt Apple den Service.
  1. Öffne die Einstellungen.
  2. Tippe auf Batterie.
  3. Tippe auf Batteriezustand & Laden (auf sehr alten iOS-Versionen: »Batteriezustand«).
  4. Lies die Maximale Kapazität in Prozent ab.

Die maximale Kapazität beschreibt, wie viel Ladung dein Akku im Vergleich zum Neuzustand noch aufnimmt. 100 % ist der Auslieferungswert, 84 % bedeutet: Es passen nur noch 84 % der ursprünglichen Energie hinein. Auf dem iPhone 15 und neuer zeigt Apple zusätzlich die Ladekapazität und die absolvierten Ladezyklen an – ein Ladezyklus entspricht dabei dem Verbrauch von 100 % Kapazität, egal ob an einem Stück oder über mehrere Teilladungen.

Maximale KapazitätZustandEmpfehlung
100–90 %Sehr gutKein Handlungsbedarf
89–81 %Merklich gealtertBeobachten, Wechsel planen
Unter 80 %VerschlissenWechsel empfohlen
»Service empfohlen«Defekt / stark degradiertZeitnah wechseln

Warum gerade 80 %? Weil Apple genau diesen Wert als Auslegungsgrenze definiert: Akkus des iPhone 14 und älter sollen unter idealen Bedingungen nach 500 vollständigen Ladezyklen noch 80 % erreichen, Akkus des iPhone 15 und neuer erst nach 1000 Zyklen. Neuere Geräte halten also rein rechnerisch etwa doppelt so lange durch, bevor der Wechsel fällig wird. Alle Details erklärt Apple auf seiner Support-Seite zu Batterie und Leistung des iPhone 11 und neuer.

Experten-Tipp: Der Prozentwert schwankt tagesabhängig um 1–2 %. Aussagekräftig ist der Trend über Wochen, nicht der Einzelwert. Kaufst du refurbished, gibt Valmento die Akkugesundheit für jedes iPhone transparent in der Produktbeschreibung an – so weißt du vor dem Kauf, woran du bist.

Parts-Pairing: die »Wichtige Batteriemeldung«

Ein Punkt, den viele Anleitungen verschweigen und der über deine Werkstattwahl mitentscheidet: das Parts-Pairing. Ab dem iPhone 11 ist jeder Original-Akku über einen Chip fest mit dem Gerät verkoppelt. Wird ein Akku eingebaut, der nicht von Apple stammt oder nicht sauber gekoppelt wurde, passiert Folgendes:

  • Unter Einstellungen → Batterie erscheint der Hinweis »Wichtige Batteriemeldung – Apple konnte nicht verifizieren, dass dieses iPhone einen originalen Apple-Akku hat«.
  • Die maximale Kapazität wird ausgeblendet – du kannst den Akkuzustand also nicht mehr auslesen, selbst wenn der neue Akku technisch einwandfrei ist.

Wichtig zur Einordnung: Diese Meldung ist keine Fehlfunktion und beeinträchtigt weder Leistung noch Laufzeit. Sie verschwindet nach einigen Tagen aus der Statusleiste, bleibt aber in den Einstellungen sichtbar. Nur ein Wechsel durch Apple oder einen autorisierten Service-Partner (AASP) mit gekoppeltem Original-Akku hält den Akkuzustand weiterhin sichtbar und vermeidet die Meldung. Für viele ist das ein starkes Argument, bei jüngeren Geräten nicht am Akku zu sparen. Details schildert Apple im Support-Artikel zu iPhone-Akku und -Leistung.

Wann lohnt sich der Wechsel?

Der Wechsel lohnt sich, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Der Akku ist tatsächlich das Problem, das restliche Gerät ist noch gut, und die Reparatur ist deutlich günstiger als ein gleichwertiger Ersatz. Nutze diesen Entscheidungsrahmen:

Entscheidungshilfe: iPhone-Akku wechseln, behalten oder auf refurbished upgraden
Die schnelle Entscheidung nach Batteriezustand und Gerätealter.
  • Kapazität unter 80 % oder »Service empfohlen« – ja, ein Wechsel ist technisch gerechtfertigt.
  • Gerät sonst tadellos (Display heil, Kamera, Face ID, Lautsprecher ok) und du bist mit der Leistung zufrieden – dann verlängert ein neuer Akku die Nutzung günstig.
  • Modell noch aktuell versorgt: Bekommt dein iPhone noch iOS-Updates (grob iPhone 11 und neuer), ist der Wechsel eine gute Investition. Ein iPhone X oder älter ohne Update-Zukunft ist ein schwächerer Kandidat.
  • Reparaturkosten deutlich unter dem Restwert bzw. dem Preis eines refurbished Nachfolgers – sonst kippt die Rechnung Richtung Upgrade.

Timing zählt ebenfalls. Sinkt die Kapazität langsam von 85 auf 82 %, hast du keine Eile – plane den Wechsel für die nächste Reisesaison oder den Winter ein, wenn Kälte den schwachen Akku zusätzlich schwächt. Erscheint dagegen »Service empfohlen« oder schaltet sich das Gerät unkontrolliert ab, solltest du nicht warten: Ein Akku, der die Spannung nicht mehr hält, belastet auf Dauer auch andere Bauteile und macht das iPhone im Alltag unzuverlässig. Wer ohnehin einen Verkauf plant, wechselt am besten kurz vorher – ein frischer, gekoppelter Akku hebt den Ankaufpreis oft spürbar an.

Als grobe Faustregel gilt: Kostet der Akkuwechsel mehr als ein Drittel dessen, was dein iPhone gebraucht noch wert ist, solltest du das Upgrade ernsthaft prüfen. Den aktuellen Marktwert deines Geräts findest du in unserer Anleitung, wie du den iPhone-Wert ermittelst.

Kosten: Apple vs. Werkstatt vs. DIY

Was der Wechsel kostet, hängt stark vom Weg ab. Die folgende Tabelle bündelt realistische 2026er-Preise in Deutschland:

iPhone-Akkuwechsel Kosten: Apple vs. freie Werkstatt vs. DIY
Akkuwechsel im Kostenvergleich – Richtwerte, Original-Teile und Parts-Pairing.
WegPreis 2026Akku-TypGarantieAkkuzustand sichtbar
Apple / AASPca. 79–135 €Original, gekoppelt90 Tage / gesetzl.Ja
Freie Werkstattca. 40–90 €Kompatibel/OriginalVariabel (6–12 Mon.)Oft nein (Meldung)
DIY-Kit selbstca. 20–45 €KompatibelKeineNein (Meldung)

Die Apple-Preise staffeln sich grob nach Modell-Generation. Zur Orientierung:

ModellklasseBeispieleApple-Preis 2026 (ca.)
Touch-ID-ÄraiPhone SE, iPhone 8ca. 79 €
Face-ID-StandardiPhone 11, 12, 13, 14, 15ca. 99 €
Top-ModelleiPhone 15 Pro Max, iPhone 16ca. 109 €
Neueste Pro-ReiheiPhone 16 Pro / Pro Maxca. 135 €

Die genauen, tagesaktuellen Preise nennt Apple auf der Seite zum iPhone-Batterieservice. Prüfe sie vor der Buchung, denn Apple hat die Sätze in den letzten Jahren mehrfach angehoben. Mit AppleCare+ ist der Wechsel kostenlos, sofern die Kapazität unter 80 % liegt.

Experten-Tipp: Rechne bei der freien Werkstatt den möglichen Verlust der Akkuzustands-Anzeige (Parts-Pairing) in deine Entscheidung ein. Für ein zwei Jahre altes iPhone, das du noch länger behalten willst, sind die 30–50 € Aufpreis für den Original-Weg oft gut investiert. Für ein Gerät, das du bald verkaufst, reicht die freie Werkstatt meist.

Wichtig bei der freien Werkstatt: Frag vorab, ob ein Original- oder ein kompatibler Akku verbaut wird, wie lange die Gewährleistung läuft und ob die Wasserdichtigkeit mit neuem Displaykleber wiederhergestellt wird. Seriöse Werkstätten nennen dir das offen. Kompatible Akkus schwanken stark in der Qualität – ein guter Zellhersteller liefert nah an der Originalleistung, ein Billigakku hält oft weniger, als auf dem Etikett steht. Achte außerdem darauf, dass der Betrieb nach dem Wechsel einen kurzen Funktions- und Dichtigkeitstest macht.

Akku selbst wechseln — Risiken & Ablauf

Technisch versierte Nutzer können den Akku selbst tauschen – günstig, aber mit echten Risiken. Ehrlich gesagt: Für die meisten lohnt sich der Aufwand nicht, sobald das Gerät noch einen Restwert hat.

Achtung – diese Risiken sind real: Ein beschädigter Kleberahmen kostet die IP-Wasserdichtigkeit. Beim Aufhebeln des Displays kannst du das Face-ID-Flexkabel irreparabel beschädigen – Face ID lässt sich dann nicht mehr reparieren. Alte Akkus können sich beim Durchstechen entzünden. Und es entfällt jede Gewährleistung.

Wenn du es dennoch angehst, brauchst du: einen passenden Ersatzakku, ein Pentalobe- und Tri-Point-Schraubendreher-Set, Saugnapf, Plastik-Spudger, Öffnungs-Picks, einen Föhn/Heizkissen zum Lösen des Klebers und neuen Displaykleber. Der grobe Ablauf:

  1. iPhone ausschalten und Akku unter 25 % entladen (ein voller Akku brennt heftiger, falls er beschädigt wird).
  2. Die beiden Pentalobe-Schrauben neben dem Ladeanschluss lösen.
  3. Displaykleber mit Wärme aufweichen und das Display mit Saugnapf und Pick vorsichtig anheben – nur so weit, wie die Flexkabel es zulassen.
  4. Das Metallschild über den Steckern abschrauben und Akku- sowie Display-Stecker abziehen.
  5. Die Klebestreifen unter dem Akku langsam herausziehen (oder mit Isopropanol lösen); Akku entnehmen.
  6. Neuen Akku einsetzen, alle Stecker wieder aufsetzen, vor dem Verkleben testen, dann Displaykleber erneuern und Gehäuse schließen.
  7. Anschließend voll laden, entladen und einmal neu kalibrieren.

Beachte: Auch nach fehlerfreiem DIY-Wechsel erscheint bei iPhone 11 und neuer die »Wichtige Batteriemeldung«, weil der Akku nicht gekoppelt ist. Ersatzteile wie ein iPhone-Display oder Original-Zubehör für kleinere Reparaturen findest du bei Valmento – für den Akkuwechsel selbst empfehlen wir bei Geräten mit Restwert dennoch die Fachwerkstatt.

Akku wechseln oder lieber ein refurbished iPhone?

Die spannendste Frage ist selten »wo wechseln«, sondern »wechseln oder upgraden«. Rechne nüchtern mit drei Zahlen: den Wechselkosten, dem aktuellen Restwert deines iPhones und dem Preis eines refurbished Nachfolgers. Ein Beispiel:

  • iPhone 12, Kapazität 78 %, sonst top. Akkuwechsel bei Apple: ca. 99 €. Restwert im Ankauf: ca. 180 €. Ein refurbished iPhone 13 kostet je nach Zustand ab ca. 300 €. Rechnung: 99 € Wechsel geben dem 12er zwei weitere Jahre – der klar günstigere Weg, wenn dir die Leistung reicht.
  • iPhone 11, Kapazität 74 %, dazu ein Displaykratzer. Akku 99 € plus Display würde den Restwert (ca. 90–120 €) übersteigen. Hier ist ein refurbished Upgrade die bessere Investition.

Der refurbished Weg hat zwei stille Vorteile: Du bekommst ein Gerät mit geprüfter, hoher Akkugesundheit und – bei Valmento – 24 Monaten Garantie und 30 Tagen Rückgabe. Und du hast keine Bastelrisiken. Der Restwert deines alten iPhones lässt sich zudem gegen den Kaufpreis rechnen: Verkaufst du es im Ankauf, sinkt der effektive Preis des Nachfolgers deutlich – oft landet ein refurbished Upgrade damit im Bereich eines teuren Neu-Akkus plus etwas Aufpreis, dafür aber mit besserer Kamera, längerer Update-Zukunft und frischer Garantie. Falls du dir grundsätzlich unsicher bist, wie du Zustand, Kapazität und Preis beim Gebrauchtkauf bewertest, hilft dir unser Ratgeber zum refurbished Smartphone-Kauf weiter. Wichtig in beiden Fällen: Bevor du dein altes Gerät weggibst, sichere und lösche deine Daten sauber.

SituationBessere Wahl
Gerät jung, nur Akku schwachAkku wechseln
Mehrere Defekte (Display, Akku …)Refurbished Upgrade
Modell ohne iOS-Update-ZukunftRefurbished Upgrade
Du willst mehr Leistung/KameraRefurbished Upgrade
Wechselkosten < 1/3 des RestwertsAkku wechseln

Akku-Lebensdauer verlängern

Ob nach dem Wechsel oder bei deinem nächsten refurbished iPhone – mit den richtigen Gewohnheiten hältst du die Akkualterung spürbar auf. Lithium-Ionen-Akkus altern vor allem durch Hitze, dauerhafte Vollladung und Tiefentladung.

  • Optimiertes Laden aktivieren: iOS lernt deinen Rhythmus und hält den Akku bis kurz vor dem Aufstehen unter 80 % (Einstellungen → Batterie → Batteriezustand & Laden). Auf neueren Modellen gibt es zusätzlich ein festes Ladelimit von 80 %.
  • 20–80-%-Regel: Nutze das iPhone möglichst im Bereich zwischen 20 und 80 %. Ständige 0-%- oder 100-%-Zustände belasten die Zellchemie am stärksten.
  • Hitze meiden: Kein iPhone im heißen Auto, in praller Sonne oder unter dem Kopfkissen laden. Über 35 °C altert der Akku deutlich schneller.
  • Schnellladen dosieren: Fürs Laden über Nacht reicht ein langsameres Netzteil; die Wärme beim 20-W-Schnellladen fördert die Alterung.
  • Bei Lagerung halb voll: Legst du ein Gerät länger weg, lagere es bei rund 50 % an einem kühlen Ort – nicht leer und nicht voll.

Ein verbreiteter Irrtum: Man müsse den Akku ab und zu komplett leerlaufen lassen, um ihn zu »kalibrieren«. Das galt für alte Nickel-Akkus, nicht für die Lithium-Ionen-Zellen im iPhone – volle Entladungen schaden hier eher. Ebenso hält sich der Mythos, das Laden über Nacht »überlade« den Akku. Moderne iPhones stoppen die Ladung bei 100 % und puffern nur nach; in Kombination mit optimiertem Laden ist die Nachtladung unbedenklich. Realistisch verlängern diese Gewohnheiten die Zeit bis zur 80-%-Grenze um viele Monate – sie machen aus einem Zwei-Jahres-Akku eher einen Drei-Jahres-Akku.

Kurz-Checkliste für den Alltag:

  • Optimiertes Laden bzw. 80-%-Limit ist aktiv
  • Akkustand bleibt meist zwischen 20 und 80 %
  • Kein Laden bei Hitze oder unter Decken/Kissen
  • Original- oder zertifiziertes Ladezubehör im Einsatz
  • Kapazität alle paar Monate kurz kontrolliert

Häufige Fehler

Diese Fehler kosten Geld, Daten oder das Gerät – vermeide sie:

  • Nach Bauchgefühl wechseln statt nach Kapazität. Prüfe erst den echten Wert in den Einstellungen. Bei 88 % ist selten der Akku schuld, wenn das iPhone schwächelt.
  • Parts-Pairing ignorieren. Wer beim jungen iPhone in der Billig-Werkstatt wechselt, verliert oft die Akkuzustands-Anzeige – und beim späteren Verkauf mindert die »Wichtige Batteriemeldung« den Preis.
  • Am Akku sparen, aber am Gerät verlieren. Ein 15-€-No-Name-Akku kann weniger Kapazität liefern als angegeben, schneller altern oder ein Sicherheitsrisiko sein.
  • DIY beim wasserdichten Gerät unterschätzen. Ohne neuen Displaykleber ist die IP-Zertifizierung dahin – der nächste Regenschauer wird teuer.
  • Daten nicht sichern. Vor jedem Werkstatttermin und jedem Geräteverkauf ein vollständiges Backup ziehen.
  • Aufgeblähten Akku weiterbenutzen. Ein Blähakku ist keine Kosmetikfrage, sondern eine Brandgefahr – Gerät sichern und fachgerecht tauschen lassen.
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Apple empfiehlt einen Wechsel, sobald die maximale Kapazität unter 80 % fällt. Diesen Wert liest du unter Einstellungen › Batterie › Batteriezustand & Laden ab. Zwischen 89 und 81 % ist die Laufzeit merklich kürzer, aber ein Wechsel noch nicht zwingend. Erscheint »Service empfohlen« oder schaltet sich das iPhone unerwartet ab, solltest du zeitnah wechseln.
Bei Apple oder autorisierten Partnern kostet der Akkuwechsel 2026 je nach Modell rund 79 bis 135 Euro: Touch-ID-Modelle etwa 79 €, Face-ID-Standardmodelle rund 99 €, Top-Modelle etwa 109 € und die iPhone-16-Pro-Reihe rund 135 €. In freien Werkstätten liegt der Preis bei etwa 40 bis 90 Euro, ein DIY-Kit bei 20 bis 45 Euro. Mit AppleCare+ ist der Wechsel unter 80 % Kapazität kostenlos.
Öffne Einstellungen › Batterie › Batteriezustand & Laden. Dort steht die maximale Kapazität in Prozent – der Vergleichswert zum Neuzustand. Auf dem iPhone 15 und neuer zeigt Apple zusätzlich die Ladekapazität und die Zahl der absolvierten Ladezyklen. Aussagekräftig ist der Trend über Wochen, da der Wert tagesabhängig um ein bis zwei Prozent schwankt.
Akkus des iPhone 14 und älter sind so ausgelegt, dass sie unter idealen Bedingungen nach 500 vollständigen Ladezyklen noch 80 % Kapazität halten. Beim iPhone 15 und neuer erhöhte Apple diesen Wert auf 1000 Ladezyklen. Ein Ladezyklus entspricht dem Verbrauch von 100 % Kapazität, egal ob am Stück oder über mehrere Teilladungen verteilt.
Ab dem iPhone 11 ist der Original-Akku über einen Chip mit dem Gerät gekoppelt (Parts-Pairing). Wird ein nicht von Apple gekoppelter Akku eingebaut, zeigt iOS die Meldung »Wichtige Batteriemeldung« und blendet die maximale Kapazität aus. Das ist keine Fehlfunktion und beeinträchtigt weder Leistung noch Laufzeit – nur ein Wechsel durch Apple oder einen autorisierten Partner vermeidet die Meldung.
Für die meisten lohnt sich das nicht, sobald das Gerät noch Restwert hat. Ein DIY-Wechsel ist mit 20 bis 45 Euro zwar günstig, birgt aber echte Risiken: verlorene Wasserdichtigkeit ohne neuen Displaykleber, ein beschädigtes Face-ID-Flexkabel und Brandgefahr bei alten Akkus. Zusätzlich erscheint die »Wichtige Batteriemeldung«. Bei Geräten mit Wert ist die Fachwerkstatt die sicherere Wahl.
Rechne mit drei Zahlen: Wechselkosten, aktueller Restwert und Preis eines refurbished Nachfolgers. Faustregel: Kostet der Wechsel weniger als ein Drittel des Restwerts und ist das Gerät sonst top, lohnt sich der Akkuwechsel. Hat das iPhone mehrere Defekte oder keine iOS-Update-Zukunft mehr, ist ein refurbished Upgrade mit geprüfter Akkugesundheit und Garantie die bessere Investition.
Nur wenn der Displaykleber nicht fachgerecht erneuert wird. Bei einem Wechsel durch Apple, einen autorisierten Partner oder eine seriöse Werkstatt mit neuem Dichtungskleber bleibt die IP-Zertifizierung erhalten. Beim DIY-Wechsel ohne frischen Kleber geht die Wasserdichtigkeit dagegen verloren. Frag deine Werkstatt vorab, ob sie die Dichtigkeit wiederherstellt und testet.
Warnzeichen sind ein sich wölbendes Display, eine abstehende Rückseite oder ein Gehäuse, das nicht mehr plan schließt. Ein aufgeblähter Akku ist ein akutes Sicherheits- und Brandrisiko. Lade das Gerät nicht weiter, setze es keiner Hitze aus und lass den Akku umgehend fachgerecht in einer Werkstatt tauschen. Versuche nicht, den geblähten Akku selbst zu durchstechen oder zu entladen.
Aktiviere optimiertes Laden bzw. das 80-%-Ladelimit, halte den Akkustand möglichst zwischen 20 und 80 %, vermeide Hitze über 35 °C und lade nicht unter Kissen oder in praller Sonne. Nutze zertifiziertes Ladezubehör und dosiere Schnellladen. Volle Entladungen zur »Kalibrierung« sind bei Lithium-Ionen-Akkus überflüssig und schaden eher. So verschiebst du die 80-%-Grenze um viele Monate.
PASSENDE PRODUKTE

Direkt kaufen bei Valmento

Weiterlesen

Spare bis zu 40 % auf refurbished Apple-Geräte.

Neue Geräte, Flash-Sales und Mitglieder-Rabatte – vor allen anderen in deinem Postfach.